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Vergangene Veranstaltungen

Trust and the Datafied Child - Technologie im Klassenzimmer

HFDT Lecture mit Prof. Kathrin Otrel-Cass

Zum Vortrag:
Datentragende Technologien haben heute erfolgreich den Weg in die Klassenzimmer dieser Welt gefunden haben (z.B. Smartphones, Suchmaschinen oder Soziale Medien). Diese sind mittlerweile – zumindest in Teilen – hochkomplexe Agenten mit künstlichem Bewusstsein, die Informationen verarbeiten und auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Interessensgemeinschaften verknüpfen. Aber: war nicht das Bewusstsein seit jeher eine Qualität, die wir eigentlich dem Menschen vorbehalten haben? Was bedeutet es, wenn das Vertrauen, das wir in integrierte Informationsträger legen (insbesondere seit dem Einzug des Internet of Things), unsere Wertvorstellungen verändert? Dinge, die wir in einer analogen Welt für zum Teil inakzeptabel halten – ganz besonders wenn es sich um unsere Privatsphäre dreht – werden digital mehr und mehr akzeptiert. Welchen Einfluss hat unser Vertrauen in intelligente Systeme, wenn wir sie in unsere Bildungssysteme integrieren und wenn Lernen nicht mehr eine Qualität ist, die exklusiv dem Menschen eigen ist? In diesem Vortrag bespricht Otrel-Cass, dass es eines Umdenkens bedarf, indem es auch darum geht, die Vernetzungen zwischen technischen und menschlichen Systemen neu zu interpretieren, und wie die Forschung mit diesen verstrickten Zusammenhängen ethisch, wissenschaftlich und kulturell umgehen sollte.

Zur Vortragenden:
Kathrin Otrel-Cass ist Professorin am Institut für Pädagogische Professionalisierung an der Universität Graz. Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Neuseeland und in Dänemark mit der Schnittstelle zwischen Menschen und Technologie befasst, speziell im schulischen Bereich. Mit einem techno-anthropologischen Ansatz hat sie versucht, sich kritisch mit dem Einzug der Technologie in der Schule auseinanderzusetzen und was dies für unsere Vorstellung von Bildung bedeuten könnte. Zum Thema erscheint 2019 das von ihr herausgegebene Buch Hyperconnectivity and digital reality: Towards the Eutopia of being human (Springer).

European Open Science Cloud (EOSC) und die Wissensarchitektur im digitalen Zeitalter

HFDT-Symposium am 9.11.2018

Die Europäische Kommission will mit der European Open Science Cloud (EOSC) ein öffentliches Datenarchiv etablieren, das den Werten von Open Science entspricht. Das bedeutet zuvorderst, dass wissenschaftliche Forschung, Daten und Ergebnisse frei zugänglich sein sollen. Das Forschungsnetzwerk Human Factor in Digital Transformation wird sich im Rahmen des Symposiums mit den Grundideen von EOSC befassen und die möglichen Konsequenzen für Universitäten, Bibliotheken und die wissenschaftliche Arbeit diskutieren.

Ort: HS 01.15, Karl-Franzens-Universität Graz

Zeit: Freitag, 9.11.2018, 13:00 bis 17:30 Uhr

zum Programm

"Ist das Internet noch zu retten?"

HFDT-Lecture mit Tim Cole am 3.4.2019

3. April 2019, 13:00-15:00 Uhr
Universität Graz, Zentrum für Weiterbildung
Harrachgasse 23, 2. Obergeschoß, SR 38.21

Zum Vortrag:

Tim Cole zieht einen Vergleich zwischen dem amerikanischen Wilden Westen, der geprägt war von Gesetzlosigkeit, dem Recht des Stärkeren und den daraus resultierenden Monopolen der sogenannten „Räuberbarone“, und dem heutigen Internet, das genauso von einer Handvoll GAFA-Monopole (Google, Amazon, Facebook und Apple) beherrscht wird, die sich nach Herzenslust an unseren Daten bedienen, ihre Macht schamlos ausspielen und der Gesellschaft damit langfristig unermesslichen Schaden zufügen.

In seinem Buch „Wild Wild Web“ plädiert er für eine ‚Zivilisierung‘ des Internet. Es ist Zeit, umzudenken, die Entwicklung der Digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr als gegeben hinzunehmen und die Ausschlachtung unserer Daten nicht mehr widerstandslos zu akzeptieren. Aber ohne eine neue, eine digitale Ethik werden wir orientierungslos in die digitale Zeit stolpern. Es ist höchste Zeit zu handeln.

Zum Vortragenden:

Tim Cole ist ein deutsch-amerikanischer Internet-Publizist, Kolumnist und Autor. Er ist Mitbegründer und Redakteur des auf digitale Kultur spezialisierten Blogs Czyslansky und Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Smart Industry, das sich auf das „Internet der Dinge“ spezialisiert. Seine letzten Bücher sind „Wild Wild Web: Was uns die Geschichte des Wilden Westens über die Zukunft der digitalen Gesellschaft lehrt“ und „Digitale Transformation: Warum die deutsche Wirtschaft gerade die digitale Zukunft verschläft und was jetzt getan werden muss!“.

Vertrauen wir Informationstechnologien? Trust aus der Perspektive der Wirtschaftsinformatik

HFDT Lecture mit Prof. Stefan Thalmann

8. Mai 2019, 15:30-17:00 Uhr
Sitzungszimmer 15.22
Universitätsstraße 15, Bauteil G, 2. OG

Zum Vortrag:
Informationstechnologien (IT) haben weite Teile unseres Alltages durchdrungen. Waren wir uns in der Frühphase der IT noch sehr bewusst, wo IT eingesetzt wird, so ist dies zunehmend schwieriger einzuschätzen. Wir vertrauen IT bei der Krebserkennung, beim Bremsen im Auto, beim Autopiloten im Flugzeug, beim Empfehlen des besten Restaurants oder eines Produktes etc. Doch was bedeutet Vertrauen im Zusammenhang mit IT eigentlich und wie können wir es erheben?
In der Wirtschaftsinformatik steht das Zusammenspiel von Menschen bei deren Bewältigung von Aufgaben in Wirtschaftssituationen unter Nutzung von Technologie im Kernfokus der Forschung. Mit Hilfe von Design-Science-Research werden Technologieartefakte mit Menschen in ihren Kontexten entwickelt und evaluiert. Das Vertrauen in Technologie spielt dabei eine zentrale Rolle.
Im Rahmen des Vortrages soll die Sicht der Wirtschaftsinformatik auf Vertrauen dargelegt werden und die Konzeptualisierung im Design-Science-Research. Es werden aktuelle Herausforderungen des Konzeptes „Trust“ bei eingebetteten Technologien und Anwendungen Künstlicher Intelligenz besprochen. Ebenso die Umlegung des Konzeptes Trust auf Softwareagenten, die dann wieder anderen Softwareagenten vertrauen können.

Zum Vortragenden:
Stefan Thalmann ist Professor an der Universität Graz und Leiter des Business Analytics and Data Science-Center – Max Jung-Labor (BANDAS-Center). Zuvor hat er eine Forschungsgruppe zu Cognitive Decision Support im Forschungszentrum Pro2Future geleitet und an der TU Graz und der Universität Innsbruck als Post-Doc gearbeitet. Als Wirtschaftsinformatiker untersucht er den Einsatz datenbasierter Technologien in der Wirtschaft, aber auch deren Auswirkungen auf Arbeit und Gesellschaft.

Netzwerk - Human Factor in Digital Transformation

Univ.-Prof. Dr.

Elisabeth Staudegger

Sprecherin

Universitätsstraße 15/BE
A-8010 Graz


Ansprechperson:

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