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HFDT Lectures

Das Forschungsnezwerk Human Factor in Digital Transformation organisiert in regelmäßigen Abständen HFDT Lectures zu aktuellen Frage- und Problemstellungen aus dem Bereich der digitalen Transformationen. Nach den Lectures besteht die Möglichkeit, sich über das Thema auszutauschen.

 

 

Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler hielt am 17. Juni 2021 eine HFDT Lecture über das Thema "Religion als Kommunikative Figuration. Transformationen religiöser Kommunikation in Zeiten tiefgreifender Mediatisierung".

Zum Vortrag:

In Zeiten tiefgreifender Mediatisierung nutzen auch religiöse Akteure digitale Medien zur (Re-)Präsentation und Aushandlung ihrer religiösen Identität. Daher spiegeln Medien einerseits kulturelle und gesellschaftliche Konstruktionsprozesse sowie deren Veränderungen wider, andererseits formen, verändern oder schaffen sie diese Konstruktionen auch selbst. Aber wie verändern sich kommunikative Praktiken in Zeiten, in denen Akteure in einer qualitativ und quantitativ erweiterten Medienumgebung leben, mit Trends tiefgreifender Mediatisierung konfrontiert werden wie beispielsweise Datafizierung oder auch eine erhöhte Konnektivität durch Medien? Akteurszentriert wird zu fragen sein, inwieweit dies Auswirkungen auf das Verständnis von Religion hat. Der Vortrag widmet sich sowohl aus einer religionswissenschaftlichen als auch aus einer kommunikationswissenschaftlichen Perspektive der Frage, wie wir das Verhältnis zwischen den Transformationsprozessen von Religion und Medien auf verschiedenen Ebenen bestimmen und analysieren können. Er wird dabei aktuelle Diskussionen und Theoriebeiträge zum Thema „tiefgreifende Mediatisierung“ und „Kommunikative Figurationen“ vorstellen und anhand von drei Fallbeispielen aus dem Bereich der Römisch-Katholischen Kirche diskutieren. Die grundlegende Frage ist, wie wir das Verhältnis zwischen den Transformationsprozessen von Religion und Medien auf verschiedenen Ebenen bestimmen und analysieren können.

Zur Vortragenden:

Kerstin Radde-Antweiler, Prof. Dr., ist Professorin für das Arbeitsgebiet „Literaturen und Medien der Religionen“ am Institut für Religionswissenschaft und Religionspädagogik der Universität Bremen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Mediatisierung und Religion, rezenter Katholizismus, Ritualtheorie, sowie Religion und Video Gaming. Aktuelle Publikationen: “Handbook for Religion and Journalism” Routledge 2020 (zus. mit X. Zeiler), “Mediatized Religion in Asia: Studies on Digital Media and Religion” Routledge 2019 (zus. mit X. Zeiler), “Methods for Studying Video Games and Religion.” Routledge 2018 (zus. mit V. Sisler & X. Zeiler). Zudem ist sie Herausgeberin des Online Journals GAMEVIRONMENTS.

 

27. April2020, 15:00-16:00 Uhr
Skype for Business Meeting
Zugangsdaten werden nach Anmeldung zugeschickt

Anmeldung bis 24.4.2020 an hfdt@uni-graz.at

Zum Vortrag:

Die Technikfolgenabschätzung (TA) ist ein relativ junges Konzept interdisziplinärer, wissenschaftlicher Politikberatung. Es geht dabei einerseits um das Verstehen der Inter­dependenzen von Technik(entwicklung) und Gesellschaft, andererseits um das verstehende Begleiten und Analysieren der Technikentwicklung und insbesondere darauf aufbauend um Politik- und Gesellschaftsberatung. In diesem Vortrag sollen Grundzüge der TA dargestellt und anhand von konkreten Beispielen greifbar gemacht werden.

Dabei werden Fragen wie „Welche Themen behandelt das Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA)?“; „Mit welchen methodischen Konzepten und Instrumenten arbeitet die TA?“ oder auch „Wer sind die Adressaten und wie erreicht man diese am besten?“ angesprochen und aus der Praxis des ITA beispielhaft beantwortet.

Zum Vortragenden:

Walter Peissl ist stellvertretender Direktor des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Er war einer der ersten Mitarbeiter der im Jahre 1988 gegründeten Forschungsstelle für Technikbewertung der ÖAW und ist seit damals mit Fragen an der Schnittstelle von Technik, Gesellschaft und Politik befasst. Schwerpunkte seiner Arbeiten liegen im Bereich neue Informationsgesellschaft, Digitalisierung, Schutz der Privatsphäre sowie bei methodischen Fragen der Technikfolgen­abschätzung. Er hat aber in praktisch allen Themenfeldern des ITA bereits an Projekten mitgewirkt oder diese geleitet.

Details zu Projekten und Publikationen:
https://www.oeaw.ac.at/ita/das-ita/das-ita-team/d/walter-peissl/

22. Oktober 2019, 10:00-12:00 Uhr
Sitzungszimmer 15.22
Universitätsstraße 15, Bauteil G, 2. OG

Zum Vortrag:

Die Entwicklung von Robotern und deren Einsatz in der Arbeitswelt schreiten voran. Aufgrund des technologischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte verfügen Roboter zunehmend über Funktionen, die es ihnen ermöglichen, aus Erfahrungen zu lernen, Entscheidungen zu treffen und sich in komplexeren Umgebungen zu bewegen. Diese Eigenschaften sollen in Zukunft dazu beitragen, dass Roboter ihre primär werkzeugbasierte Rolle ablegen und mit Menschen in den unterschiedlichsten Kontexten zusammenarbeiten und gemeinsam mit Menschen eine Dienstleistung erbringen oder ein Produkt fertigen. Bei einer derart engen Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern nimmt Vertrauen eine wesentliche Rolle ein. Der Vortrag geht daher der Frage nach, inwiefern Vertrauen eine relevante Kategorie in der Mensch-Roboter-Kollaboration darstellt und welche Faktoren das Mensch-Roboter-Vertrauen beeinflussen.

 

Zur Vortragenden:

Bettina Kubicek ist Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Graz. In ihrer Forschung beschäftigt sich Prof. Dr. Bettina Kubicek mit der Intensivierung, Flexibilisierung und Robotisierung von Arbeit. Konkret untersucht sie die Auswirkungen intensivierter Arbeitsanforderungen sowie zeitlicher und örtlicher Flexibilität auf das Wohlbefinden, die Motivation und das Lernen von arbeitstätigen Personen und die Rolle persönlicher und organisationaler Ressourcen im Umgang mit diesen Anforderungen. Aktuell leitet sie Forschungsprojekte zu den Themen „kognitive Anforderungen flexibler Arbeit“, „Grenzmanagement zwischen Arbeit und Privatleben“ und „Vertrauen in der Mensch-Roboter Interaktion“. Zudem baut sie ein Interaktionslabor zur Erforschung kollaborativer Mensch-Roboter-Beziehungen auf.

10. Mai 2019, 8:30-10:00 Uhr
HS 47.01 (Regilind und Irmingard von Admont)
Heinrichstraße 78 A, Erdgeschoß

Zum Vortrag:
Datentragende Technologien haben heute erfolgreich den Weg in die Klassenzimmer dieser Welt gefunden haben (z.B. Smartphones, Suchmaschinen oder Soziale Medien). Diese sind mittlerweile – zumindest in Teilen – hochkomplexe Agenten mit künstlichem Bewusstsein, die Informationen verarbeiten und auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Interessensgemeinschaften verknüpfen. Aber: war nicht das Bewusstsein seit jeher eine Qualität, die wir eigentlich dem Menschen vorbehalten haben? Was bedeutet es, wenn das Vertrauen, das wir in integrierte Informationsträger legen (insbesondere seit dem Einzug des Internet of Things), unsere Wertvorstellungen verändert? Dinge, die wir in einer analogen Welt für zum Teil inakzeptabel halten – ganz besonders wenn es sich um unsere Privatsphäre dreht – werden digital mehr und mehr akzeptiert. Welchen Einfluss hat unser Vertrauen in intelligente Systeme, wenn wir sie in unsere Bildungssysteme integrieren und wenn Lernen nicht mehr eine Qualität ist, die exklusiv dem Menschen eigen ist? In diesem Vortrag bespricht Otrel-Cass, dass es eines Umdenkens bedarf, indem es auch darum geht, die Vernetzungen zwischen technischen und menschlichen Systemen neu zu interpretieren, und wie die Forschung mit diesen verstrickten Zusammenhängen ethisch, wissenschaftlich und kulturell umgehen sollte.

Zur Vortragenden:
Kathrin Otrel-Cass ist Professorin am Institut für Pädagogische Professionalisierung an der Universität Graz. Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Neuseeland und in Dänemark mit der Schnittstelle zwischen Menschen und Technologie befasst, speziell im schulischen Bereich. Mit einem techno-anthropologischen Ansatz hat sie versucht, sich kritisch mit dem Einzug der Technologie in der Schule auseinanderzusetzen und was dies für unsere Vorstellung von Bildung bedeuten könnte. Zum Thema erscheint 2019 das von ihr herausgegebene Buch Hyperconnectivity and digital reality: Towards the Eutopia of being human (Springer).

8. Mai 2019, 15:30-17:00 Uhr
Sitzungszimmer 15.22
Universitätsstraße 15, Bauteil G, 2. OG

Zum Vortrag:
Informationstechnologien (IT) haben weite Teile unseres Alltages durchdrungen. Waren wir uns in der Frühphase der IT noch sehr bewusst, wo IT eingesetzt wird, so ist dies zunehmend schwieriger einzuschätzen. Wir vertrauen IT bei der Krebserkennung, beim Bremsen im Auto, beim Autopiloten im Flugzeug, beim Empfehlen des besten Restaurants oder eines Produktes etc. Doch was bedeutet Vertrauen im Zusammenhang mit IT eigentlich und wie können wir es erheben?
In der Wirtschaftsinformatik steht das Zusammenspiel von Menschen bei deren Bewältigung von Aufgaben in Wirtschaftssituationen unter Nutzung von Technologie im Kernfokus der Forschung. Mit Hilfe von Design-Science-Research werden Technologieartefakte mit Menschen in ihren Kontexten entwickelt und evaluiert. Das Vertrauen in Technologie spielt dabei eine zentrale Rolle.
Im Rahmen des Vortrages soll die Sicht der Wirtschaftsinformatik auf Vertrauen dargelegt werden und die Konzeptualisierung im Design-Science-Research. Es werden aktuelle Herausforderungen des Konzeptes „Trust“ bei eingebetteten Technologien und Anwendungen Künstlicher Intelligenz besprochen. Ebenso die Umlegung des Konzeptes Trust auf Softwareagenten, die dann wieder anderen Softwareagenten vertrauen können.

Zum Vortragenden:
Stefan Thalmann ist Professor an der Universität Graz und Leiter des Business Analytics and Data Science-Center – Max Jung-Labor (BANDAS-Center). Zuvor hat er eine Forschungsgruppe zu Cognitive Decision Support im Forschungszentrum Pro2Future geleitet und an der TU Graz und der Universität Innsbruck als Post-Doc gearbeitet. Als Wirtschaftsinformatiker untersucht er den Einsatz datenbasierter Technologien in der Wirtschaft, aber auch deren Auswirkungen auf Arbeit und Gesellschaft.

3. April 2019, 13:00-15:00 Uhr
Universität Graz, Zentrum für Weiterbildung
Harrachgasse 23, 2. Obergeschoß, SR 38.21

Zum Vortrag:

Tim Cole zieht einen Vergleich zwischen dem amerikanischen Wilden Westen, der geprägt war von Gesetzlosigkeit, dem Recht des Stärkeren und den daraus resultierenden Monopolen der sogenannten „Räuberbarone“, und dem heutigen Internet, das genauso von einer Handvoll GAFA-Monopole (Google, Amazon, Facebook und Apple) beherrscht wird, die sich nach Herzenslust an unseren Daten bedienen, ihre Macht schamlos ausspielen und der Gesellschaft damit langfristig unermesslichen Schaden zufügen.

In seinem Buch „Wild Wild Web“ plädiert er für eine ‚Zivilisierung‘ des Internet. Es ist Zeit, umzudenken, die Entwicklung der Digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr als gegeben hinzunehmen und die Ausschlachtung unserer Daten nicht mehr widerstandslos zu akzeptieren. Aber ohne eine neue, eine digitale Ethik werden wir orientierungslos in die digitale Zeit stolpern. Es ist höchste Zeit zu handeln.

Zum Vortragenden:

Tim Cole ist ein deutsch-amerikanischer Internet-Publizist, Kolumnist und Autor. Er ist Mitbegründer und Redakteur des auf digitale Kultur spezialisierten Blogs Czyslansky und Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Smart Industry, das sich auf das „Internet der Dinge“ spezialisiert. Seine letzten Bücher sind „Wild Wild Web: Was uns die Geschichte des Wilden Westens über die Zukunft der digitalen Gesellschaft lehrt“ und „Digitale Transformation: Warum die deutsche Wirtschaft gerade die digitale Zukunft verschläft und was jetzt getan werden muss!“.

Netzwerk - Human Factor in Digital Transformation

Univ.-Prof. Dr.phil.

Manfred Füllsack

Sprecher

Merangasse 18/I
A-8010 Graz


Ansprechperson:

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